Die Neu-Erfindung Europas

(Skript und Regie: Thomas Nufer)

Frau Europa, eine in die Jahre gekommene und multiorgangeschädigte Dame, ist auf der Suche nach einem empathischen jungen Mann, der ihr angeschlagenes Selbstvertrauen wieder aufbauen und sie neu erfinden soll.    

Elias, ein leicht autistischer Abiturient, scheint ihr dafür genau der Richtige zu sein. Angeheizt durch Frau Europas fordernde und eigenwillige Persönlichkeit begibt er sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Nach etlichen lebhaften und skurrilen Begegnungen mit bekannten und unbekannten Europäern (darunter Adenauer und De Gaulle, Kohl und Mitterand, Honecker und Lech Walesa, Pegidisten und Flüchtlinge, Schwarzfahrern und Finanzjongleuren, Bauern und Sportreportern) wird Elias klar, wie viel Engagement es bedurfte, Europa in der heutigen Form aufzubauen. Aber zugleich wird ihm auch bewusst, dass die Früchte dieser jahrzehntelangen Bemühungen im Strudel der Krisen kaum noch wahrgenommen werden.

Am Ende seiner Reise gründet der Abiturient Elias die erste gesamteuropäischen Partei für Menschen unter 25. Seine Rede auf dem anstehenden Parteitag soll eine Woge der Begeisterung für ein neues Europa entfesseln. Doch sie wird unvermittelt abgebrochen. Dafür gibt es einen gewichtigen Grund…

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Quelle © Bundesministerium der Finanzen

Christiane Hagedorn

Frau Europa, Caro, Angela Merkel, Königin von England

Martin Schlathölter

Elias Fischer

Eckhard Ischebeck

Herbert Zimmermann (als Schüler), Robert Schuman, Herbert Zimmermann (als Sportkommenator), Priester, Charles de Gaulle, Sonne, polnischer Werftarbeiter, Ossi, Francois Mitterand, Pegidist, Finanzjongleur, Bankangestellter

Andreas Breiing

Kian Montasseri, Konrad Adenauer, Radioansager, Walter Ulbricht, Erich Honecker, polnischer Werftarbeiter, Helmut Kohl, Ossi, Flüchtling, Losverkäufer, Bauer, Schirmträger

 

Form

Bis zu 120 Schülerinnen und Schüler pro Schule erleben im Verlauf des Stückes wesentliche Etappen der EU in origineller und jugendgerechter Weise. Das Stück dauert ca. 2 Zeitstunden.

Gleichzeitig werden über eine große Leinwand Informationen zur EU-Geschichte multimedial eingeblendet, die die Handlung auf der Bühne zusätzlich vertiefen. „Die Neu-Erfindung Europas” kann lediglich historische Ereignisse anreißen. Das Stück konzentriert sich auf Meilensteine der EU in origineller Weise.

 

Hintergrund

 
Warum ein Theaterstück?

Junge Menschen lassen sich in der Regel nur schwer auf das Thema Europa ein. Die Idee, die hinter Europa steckt, verschwindet immer mehr hinter Krisenszenarien und Dauerkonflikten und schrumpft in der Wahrnehmung nicht nur junger Menschen auf einen Verteilungskampf um wirtschaftliche und finanzielle Ressourcen.

Die überparteiliche Europa-Union NRW e.V. will mit diesem mobilen Theaterstück Jugendliche ab der Klasse 11 an insgesamt 20 Schulen motivieren, ihre eigenen Erwartungen an ein zukünftiges Europa in den Blick zu nehmen und zu formulieren.

HeurekaNet, freies Institut für Bildung, Forschung und Innovation e.V. aus Münster übernimmt das Projektmanagement und evaluiert die Ergebnisse (www.heurekanet.de).

 

 

 

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